Carlos Castaneda – Das Feuer von innen

Kapitel 5: Die erste Aufmerksamkeit

Am nächsten Tag nahmen wir unser Frühstück bei Anbruch

der Dämmerung ein, und dann ließ mich Don Juan auf eine

andere Ebene der Bewußtheit überwechseln.

»Heute werden wir einen Original-Schauplatz aufsuchen«,

sagte Don Juan zu Genaro.

»Um alles in der Welt«, sagte Genaro ernst. Er sah mich an

und fügte leise, als wolle er es mich nicht hören lassen, hinzu:

»Muß er denn nicht … vielleicht ist es zuviel…«

Augenblicklich steigerten sich meine Furcht und mein

Argwohn ins Unerträgliche. Ich schwitzte und keuchte. Don

Juan trat zu mir und versicherte, mit mühsam beherrschtem

Schmunzeln, daß Don Genaro sich nur auf meine Kosten lustig

mache und daß wir nur einen Platz aufsuchen wollten, wo vor

Jahrtausenden die einstigen Seher lebten.

Während Don Juan auf mich einredete, warf ich zufällig

einen Blick in Genaros Richtung. Er schüttelte langsam den

Kopf. Es war eine fast unmerkliche Geste, als wolle er mich

wissen lassen, daß Don Juan nicht die Wahrheit sprach. Ich

geriet in einen Zustand hektischer Nervosität – beinah Hysterie

– und beruhigte mich erst, als Genaro lachend herausplatzte.

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Ich konnte nur staunen, wie leicht meine Stimmungen mich in

Unvorstellbare Höhen oder in bodenlose Tiefen führen

konnten.

Don Juan, Genaro und ich verließen frühmorgens Genaros

Haus und wanderten ein Stück weit in die zerklüfteten Hügel

der Umgebung. Irgendwann machten wir halt und setzten uns

auf eine riesige flache Felsplatte, inmitten eines sanft

abschüssigen Maisfeldes gelegen, das offensichtlich vor

kurzem abgeerntet worden war.

»Dies ist der Original-Schauplatz«, sagte Don Juan zu mir.

»Hierher werden wir, im Verlauf meiner Erklärung, noch

einige Male zurückehren.«

»Hier passieren unheimliche Dinge in der Nacht«, sagte

Genaro. »Der Nagual Julian fing hier sogar einen

Verbündeten. Oder vielmehr, der Verbündete …«

Don Juan gab ein unübersehbares Zeichen mit den

Augenbrauen, und Genaro verstummte mitten im Satz. Er

lächelte mir zu. »Es ist zu früh für Gruselgeschichten«, sagte

Genaro. »Warten wir, bis es dunkel ist.«

Er stand auf und begann, mit durchgebogenem Rückgrat,

über die Felsplatte hin und her zu schleichen.

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»Was sagte er eben über deinen Wohltäter, der hier einen

Verbündeten fing?« fragte ich Don Juan. Er antwortete nicht

sofort. Fasziniert beobachtete er Genaros Kunststücke. »Er

spielte auf ein schwieriges Manöver der Bewußtheit an«,

erwiderte er schließlich, noch immer Genaro anstarrend.

Genaro vollendete eine Kreisbahn rund um die Felsplatte und

kam zurück, um sich neben mich zu setzen. Er keuchte heftig,

pfeifend, beinah atemlos.

Don Juan schien wie gebannt durch das, was Genaro getan

hatte. Und wieder hatte ich das Gefühl, daß die beiden sich auf

meine Kosten amüsierten, daß sie beide etwas im Schilde

führten, wovon ich nichts ahnte.

Plötzlich begann Don Juan mit seiner Erklärung. Seine

Stimme beschwichtigte mich. Nach großen Mühen, so sagte er,

wären die Seher zu dem Schluß gelangt, daß das Bewußtsein

erwachsener Menschen, durch das Wachstum gereift, nicht

mehr als Bewußtsein bezeichnet werden könne, weil daraus

etwas Stärkeres und Komplexeres entstanden sei, das die

Seher als Aufmerksamkeit bezeichneten.

»Wieso wissen sie, daß das menschliche Bewußtsein

entwickelt wird und daß es wächst?« fragte ich.

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Zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Entwicklung des

Menschen, so sagte er, beginne ein Streifen der Emanationen

im Innern des Kokon zu leuchten. Je mehr Erfahrung der

Mensch ansammle, desto stärker das Leuchten. Manchmal

steigere sich die Glut auf diesem Band der Emanationen so

gewaltig, daß sie auf die Emanationen außerhalb des Kokon

überspringe. Die Seher, die diese Steigerung beobachteten,

hätten den Schluß gezogen, daß Bewußtheit der Rohstoff und

Aufmerksamkeit das Endprodukt dieses Vorgangs sei.

»Und wie beschreiben die Seher Aufmerksamkeit?«

»Aufmerksamkeit, sagen die Seher, ist die Nutzung und

Mehrung des Bewußtseins durch den Vorgang des

Lebendigseins«, antwortete er.

Bei solchen Definitionen, meinte er, bestünde stets die

Gefahr, die Dinge übermäßig zu vereinfachen, um sie

verständlich zu machen. Wollte man zum Beispiel

Aufmerksamkeit definieren, so liefe man Gefahr, ein

magisches, wunderbares Geschehen als etwas Alltägliches

darzustellen. Aufmerksamkeit sei aber die höchste Vollendung

des Menschen. Sie entwickele sich aus dem Rohstoff der

kreatürlichen Bewußtheit, bis sie schließlich die ganze Skala

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menschlicher Alternativen einbegreife. Die Seher aber hätten

sie noch weiter entwickelt, bis sie schließlich die ganze Skala

der menschlichen Möglichkeiten umfaßte. Ich wollte wissen,

ob die Seher diesen Alternativen und Möglichkeiten eine

besondere Bedeutung beilegten. Die menschlichen

Alternativen, erwiderte Don Juan, seien all das, wofür wir als

Menschen uns entscheiden könnten. Sie beträfen den Bereich

des Alltäglichen, des Bekannten; dadurch bedingt seien sie

sehr begrenzt an Zahl und Umfang. Die menschlichen

Möglichkeiten hingegen beträfen das Unbekannte. Sie seien

nichts, wofür wir uns entscheiden könnten, wohl aber etwas,

das wir erreichen könnten. Ein Beispiel für menschliche

Alternativen, sagte er, sei unsere Entscheidung, den

menschlichen Körper als nur ein Objekt unter anderen

aufzufassen. Ein Beispiel für die menschlichen Möglichkeiten

sei die Errungenschaft der Seher, den Menschen als eiförmiges

leuchtendes Wesen zu sehen. Mit dem Körper als einem

Objekt bewege man sich im Reich des Bekannten. Mit dem

Körper als einem leuchtenden Ei bewege man sich im Reich

des Unbekannten; die menschlichen Möglichkeiten hätten

daher einen beinah unerschöpflichen Spielraum.

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»Die Seher sagen, daß es drei Arten von Aufmerksamkeit

gibt«, fuhr Don Juan fort. »Und wenn sie dies sagen, so gilt es

nur für den Menschen, nicht alle Lebewesen überhaupt. Diese

drei Arten sind nicht einfach drei Formen von

Aufmerksamkeit, sondern es sind drei Stufen der Vollendung.

Es sind die erste, die zweite und dritte Aufmerksamkeit, und

jede ist ein eigenes Reich, unabhängig und in sich

abgeschlossen.«

Die erste Aufmerksamkeit beim Menschen, so erklärte er, sei

das kreatürliche Bewußtsein, und dieses entwickele sich –

durch Erfahrung – zu einer komplizierten, sehr sensiblen

Fähigkeit, sich mit der alltäglichen Welt in ihren unzähligen

Aspekten zu befassen. Mit anderen Worten, alles, was man

sich vorstellen könne, sei Bestandteil der ersten

Aufmerksamkeit.

»Die erste Aufmerksamkeit ist all das, was wir als

Durchschnittsmenschen sind«, fuhr er fort. »Dank dieser

absoluten Herrschaft über unser Leben ist die erste

Aufmerksamkeit der wertvollste Aktivposten, den wir haben.

Vielleicht ist sie sogar unser einziger Aktivposten.

Die neuen Seher kannten den wahren Wert der ersten

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Aufmerksamkeit und unterzogen sie – durch ihr Sehen – einer

genauen Prüfung. Deren Ergebnisse prägten ihre ganze

Auffassung und auch die Auffassung aller ihrer Nachfahren,

obwohl diese meist gar nicht verstehen, was jene Seher

wirklich sahen.« Er betonte, daß die Schlußfolgerungen, die

die neuen Seher aus dieser genauen Prüfung zogen, sehr

wenig mit Vernunft oder Rationalität zu tun hätten, denn um

die erste Aufmerksamkeit prüfen und erklären zu können,

müsse man sie sehen. Und dies könnten eben nur die Seher.

Wichtig sei aber, zu untersuchen, was die Seher in der ersten

Aufmerksamkeit sähen. Denn dies biete der ersten

Aufmerksamkeit die einzige Gelegenheit, ihr eigenes Wirken

zu erkennen.

»Im Sinne dessen, was die Seher sehen, ist die erste

Aufmerksamkeit die zu ultra-hellem Leuchten entwickelte

Glut der Bewußtheit«, fuhr er fort. »Aber es ist eine Glut, die

sozusagen an der Oberfläche des Kokon fixiert ist. Es ist eine

Glut, die das Bekannte umfaßt.

Die zweite Aufmerksamkeit dagegen ist ein besonderer,

komplizierterer Zustand der Glut der Bewußtheit. Sie betrifft

das Unbekannte. Sie stellt sich ein, wenn die sonst

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ungenutzten Emanationen im Kokon des Menschen eingesetzt

werden. Der Grund, weshalb ich die zweite Aufmerksamkeit

als einen besonderen Zustand bezeichne, liegt darin, daß man,

um diese ungenutzten Emanationen einzusetzen, auf

ungewöhnliche und komplizierte Techniken angewiesen ist,

die höchste Disziplin und Konzentration verlangen.« Schon

früher einmal, als er mich die Kunst des Träumern lehrte, hatte

er mir gesagt, daß die Konzentration, deren man bedarf, um

sich bewußt zu werden, daß man einen Traum hat, eine

Vorform der zweiten Aufmerksamkeit sei. Diese

Konzentration, sagte er, sei eine Form von Bewußtheit, die

nichts mit jener Art Bewußtheit zu tun habe, wie wir es im

alltäglichen Leben anwenden.

Die zweite Aufmerksamkeit, so sagte er, bezeichne man

auch als die Bewußtheit der linken Seite; dies sei das weiteste

Feld, das man sich nur denken könne – tatsächlich sei es schier

grenzenlos.

»Nicht um alles in der Welt möchte ich mich dorthin

verirren«, fuhr er fort. »Es ist ein bodenloser Sumpf, so

verworren und phantastisch, daß ernsthafte Seher sich nur

unter genau festgelegten Bedingungen dort hineinwagen.

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Das größte Problem dabei ist, daß der Eintritt in die zweite

Aufmerksamkeit ganz leicht, und ihre Verlockung beinah

unwiderstehlich ist.«

Die alten Seher, sagte er, hätten – als wahre Meister der

Bewußtheit – ihr Wissen auf ihre eigene Glut der Bewußtheit

angewandt und diese ins Unermeßliche anwachsen lassen. Sie

hätten das Ziel verfolgt, alle Emanationen ihres Kokon, ein

Band um das andere, aufleuchten zu lassen. Dies sei ihnen

auch gelungen, aber seltsamerweise habe ihr Erfolg, jeweils

ein Band aufstrahlen zu lassen, sie im bodenlosen Sumpf der

zweiten Aufmerksamkeit steckenbleiben lassen.

»Die neuen Seher korrigierten diesen Irrtum«, fuhr er fort,

»und sie trieben die Beherrschung des Bewußtseins bis ins

Extrem und ließen die Glut der Bewußtheit auf einen Schlag

über die Grenzen des leuchtenden Kokon hinausgreifen.

Die dritte Aufmerksamkeit ist erreicht, wenn sich die Glut

der Bewußtheit in das Feuer von innen verwandelt – eine Glut,

die nicht nur jeweils ein Band entzündet, sondern gleichzeitig

alle Emanationen des Adlers im Innern des menschlichen

Kokon.«

Don Juan äußerte seinen Respekt vor dieser selbstbewußten

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Tat der neuen Seher – dem Eintritt in die dritte

Aufmerksamkeit schon bei Lebzeiten und im Bewußtsein der

eigenen Individualität. Er fand es nicht der Mühe wert, über

jene Fälle zu sprechen, da Menschen oder andere Lebewesen

zufällig, und ohne sich dessen bewußt zu sein, in das

Unbekannte und in das Unerkennbare eintreten. Er

bezeichnete dies als die Gabe des Adlers. Auch für die Seher,

so betonte er, sei es ein Geschenk, in die dritte

Aufmerksamkeit einzutreten, doch für sie habe dies eine

andere Bedeutung. Es sei eher so etwas wie eine Belohnung

für eine vollbrachte Leistung.

Im Augenblick des Sterbens, fügte er hinzu, würden alle

Menschen in das Unerkennbare eintreten, und manche von

ihnen sogar die dritte Aufmerksamkeit erreichen – doch immer

nur kurze Momente, und nur, um sich als Nahrung für den

Adler zu reinigen.

»Es ist die höchste Vollendung des Menschen«, sagte er,

»diese Stufe der Aufmerksamkeit zu erreichen, während er

noch die Kraft des Lebens hat, und ohne sich in ein

körperloses Bewußtsein zu verwandeln, das wie ein

Lichtflimmern zum Schnabel des Adlers aufschwebt, um

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verschlungen zu werden.«

Während ich Don Juans Erklärung lauschte, hatte ich wieder

alles um mich her aus dem Blick verloren. Genaro war

anscheinend aufgestanden und fortgegangen, jedenfalls war er

nirgends zu sehen. Seltsamerweise stellte ich fest, daß ich nun

selbst auf der Steinplatte kauerte, während Don Juan, der

neben mir hockte, mich mit leichtem Druck auf die Schulter

niederhielt. Ich streckte mich auf dem Stein aus und schloß die

Augen. Von Westen her wehte eine sanfte Brise.

»Schlaf nicht ein«, sagte Don Juan. »Um keinen Preis darfst

du auf diesem Felsen einschlafen.« Ich richtete mich auf. Don

Juan starrte mich an. »Entspanne dich einfach«, sagte er. »Laß

den inneren Dialog absterben.«

Unter Aufbietung all meiner Konzentration versuchte ich zu

befolgen, was er gesagt hatte, als mich plötzlich schlotternde

Angst befiel. Anfangs wußte ich nicht, was es war; ich glaubte,

ich hätte schon wieder einen Anfall von Mißtrauen. Dann aber

wurde mir blitzartig klar, daß bereits später Nachmittag war.

Was mir wie eine Stunde des Gesprächs erschienen war, hatte

den ganzen Tag lang gedauert. Gepackt von diesem

Widersinn, sprang ich auf, auch wenn ich mir nicht vorstellen

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konnte, was mit mir passiert sei. Ich empfand ein sonderbares

Gefühl, als hätte mein Körper das Bedürfnis, drauflos

zurennen. Don Juan sprang auf und hielt mich mit aller Macht

zurück. Wir stürzten beide auf die weiche Erde hinunter, und

dort hielt er mich mit eisernem Griff fest. Ich hatte nicht

geahnt, daß Don Juan so kräftig sei.

Mein Körper zitterte heftig. Meine bebenden Arme schlugen

in alle Richtungen aus. Ich hatte so etwas wie einen

epileptischen Anfall. Und doch war etwas in mir so

unbeteiligt, daß ich fasziniert beobachten konnte, wie mein

Körper zitterte, sich verrenkte und verkrampfte.

Endlich ließen die Krämpfe nach. Don Juan gab mich frei. Er

keuchte vor Anstrengung. Er schlug vor, wir sollten wieder

auf den Felsen klettern und dort sitzenbleiben, bis ich wieder

in Ordnung wäre.

Ich mußte ihn natürlich wieder mit meiner üblichen Frage

bestürmen: Was war mit mir geschehen? Er antwortete, ich sei,

während er zu mir sprach, über eine gewisse Grenze

hinausgeschossen und sehr tief in die linke Seite

hineingelangt. Er selbst und Genaro seien mir dorthin gefolgt.

Und dann sei ich hinausgeschossen, genau so, wie ich

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hineingeschossen sei.

»Ich habe dich noch rechtzeitig aufgefangen«, sagte er.

»Sonst wärst du ganz herausgefallen, bis in dein normales

Selbst.« Ich war ganz verwirrt. Wir drei, so erklärte er mir,

hätten mit der Bewußtheit gespielt. Und ich sei anscheinend

erschrocken und vor ihnen davongelaufen.

»Genaro ist der Meister der Bewußtheit«, fuhr Don Juan fort.

»Silvio Manuel ist der Meister des Willens. Beide wurden sie

erbarmungslos ins Unbekannte gestoßen. Mein Wohltäter

verfuhr mit ihnen, wie sein Wohltäter mit ihm selbst verfahren

war. Genaro und Silvio Manuel ähneln in mancher Hinsicht

mehr den alten Sehern. Sie wissen, was sie tun können, aber

ihnen liegt nichts daran, zu erfahren, wie sie es tun. Heute

nutzte Genaro die Gelegenheit, deiner Glut der Bewußtheit

einen Stoß zu versetzen, und wir alle landeten im

schicksalhaften Reich des Unbekannten.« Ich bat ihn zu sagen,

was im Unbekannten geschehen sei. »Daran wirst du dich

selbst erinnern müssen«, sagte eine Stimme nah an meinem

Ohr.

Ich war so überzeugt davon, daß es die Stimme des Sehens

war, daß es mich gar nicht erschreckte. Ich gehorchte nicht

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einmal dem Impuls, mich umzudrehen.

»Ich bin die Stimme des Sehens, und ich sage dir, daß du ein

Schlappschwanz bist«, sprach die Stimme wieder und

kicherte.

Ich drehte mich um. Hinter mir saß Genaro. Ich war so

überrascht, daß ich noch hysterischer lachte als die beiden. »Es

wird dunkel«, sagte Genaro zu mir. »Wie ich dir heute früh

versprochen habe, werden wir hier eine Party feiern.« Don

Juan wandte ein, wir sollten Schluß machen für diesen Tag,

denn ich sei ein Knallkopf von der Sorte, die manchmal vor

Angst krepieren.

»Nein, er ist in Ordnung«, sagte Genaro und klopfte mir die

Schulter.

»Frag ihn doch«, sagte Don Juan zu Genaro. »Er wird dir

selbst sagen, daß er ein Knallkopf ist.«

»Bist du wirklich so’n Knallkopf?« fragte Genaro mich

stirnrunzelnd.

Ich antwortete nicht. Die beiden kugelten sich vor Lachen.

Genaro rollte auf die Erde hinunter.

»Er sitzt gefangen«, sagte Genaro zu Don Juan und deutete

auf mich, nachdem Don Juan rasch hinuntergesprungen war,

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um ihm auf die Beine zu helfen. »Er wird niemals sagen, daß

er ein Knallkopf ist. Dafür ist er zu eingebildet. Aber ihm

schlottern die Hosen vor Angst, was passieren könnte, weil er

nicht zugegeben hat, daß er ein Knallkopf ist.«

Ich sah die beiden an und dachte bei mir, daß nur Indianer

mit solcher Ausgelassenheit lachen können. Aber ich war auch

überzeugt, daß ein gewaltiges Stück Bosheit in ihnen steckte.

Sie trieben ihren Spaß mit mir, dem Nicht-Indianer. Don Juan

erfaßte sofort meine Empfindung. »Laß deinem Eigendünkel

nicht die Zügel schießen«, sagte er. »Du bist in keiner Hinsicht

etwas Besonderes. Das ist niemand, weder Indianer noch

Nicht-Indianer. Der Nagual Julian und sein Wohltäter

erreichten in Freuden ein hohes Alter, indem sie sich über uns

totlachten.«

Genaro kletterte gewandt auf die Felsplatte zurück und

setzte sich neben mich.

»Ich an deiner Stelle wäre so verlegen, daß ich weinen

würde«, sagte er. »Weine, wein doch. Flenn dich aus, dann

wirst du dich besser fühlen.«

Zu meiner Verwunderung fing ich leise an zu weinen. Dann

wurde ich plötzlich so zornig, daß ich vor Wut aufschrie. Erst

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danach fühlte ich mich besser.

Don Juan tätschelte mir sanft den Rücken. Solche Wut, sagte

er, sei meistens sehr klärend – ähnlich wie Furcht oder Humor.

Es sei eben mein heftiger Charakter, daß ich nur auf Wut

reagiere. Solch ein plötzlicher Umschwung in der Glut der

Bewußtheit, fügte er hinzu, mache uns schwach. Die beiden

hätten versucht, mich zu stärken, mich zu stützen. Genaro sei

es offenbar gelungen, indem er mich wütend machte.

Inzwischen war die Dämmerung angebrochen. Genaro

deutete plötzlich auf ein Flimmern in der Luft. Im Zwielicht

sah es aus wie ein großer Falter, der um den Platz gaukelte,

wo wir saßen. »Sei ganz behutsam, du, mit deinem exaltierten

Wesen«, sagte Don Juan zu mir. »Sei nicht so eifrig. Laß dich

von Genaro führen. Wende nicht den Blick von dieser Stelle.«

Der flimmernde Punkt war eindeutig ein Falter. Ich konnte ihn

deutlich in allen Einzelheiten unterscheiden. Ich verfolgte

seinen verschlungenen, matten Flug, bis ich jedes

Staubkörnchen auf seinen Flügeln sehen konnte.

Irgend etwas riß mich aus meiner völligen

Selbstvergessenheit. Ich spürte hinter mir das Flirren eines

lautlosen Geräusches, falls so etwas möglich wäre. Ich drehte

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mich um und entdeckte eine ganze Schar von Leuten auf der

jenseitigen Kante der Felsplatte -eine Kante, die etwas höher

war als jene, auf der wir saßen. Ich nahm an, es mußten Leute

aus der Gegend sein, die Argwohn gegen uns geschöpft

hatten, weil wir uns den ganzen Tag dort herumgetrieben

hatten, und nun auf den Felsen heraufkletterten, um sich auf

uns zu stürzen. Ich erkannte ihre Absichten augenblicklich.

Don Juan und Genaro glitten von dem Felsen hinunter und

befahlen mir, mich zu beeilen. Unverzüglich verließen wir den

Ort und schauten auch nicht zurück, um uns zu vergewissern,

ob die Männer uns folgten. Don Juan und Genaro weigerten

sich zu ‘sprechen, während wir zu Genaros Haus

zurückehrten. Don Juan brachte mich sogar mit wütendem

Knurren zum Schweigen und legte den Finger an die Lippen.

Genaro kam nicht mit ins Haus, sondern ging weiter, während

Don Juan mich hineinzerrte.

»Wer waren diese Leute, Don Juan?« fragte ich ihn,

nachdem wir beide im Hause in Sicherheit waren und er die

Laterne angezündet hatte.

»Es waren keine Leute«, antwortete er.

»Ach komm, Don Juan, mach mir nichts vor«, sagte ich. »Es

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waren Männer; ich habe sie mit eigenen Augen gesehen.«

»Natürlich hast du sie mit deinen eigenen Augen gesehen«,

erwiderte er, »aber das besagt nichts. Deine Augen haben dich

getäuscht. Das waren keine Leute, und sie sind dir gefolgt.

Genaro mußte sie von dir fortlocken.« »Was waren sie denn,

wenn es keine Menschen waren?« »Oh, das ist ja das

Geheimnis«, sagte er. »Es ist ein Geheimnis der Bewußtheit,

und wir können es nicht auf rationale Weise lüften, indem wir

darüber reden. Das Geheimnis kann nur miterlebt werden.«

»Dann laß es mich erleben«, sagte ich.

»Aber das hast du doch, zweimal an diesem Tage«, sagte er.

»Du erinnerst dich nicht. Du wirst dich aber erinnern, wenn

du erneut die Emanationen entzündest, die glühten, als du das

Geheimnis der Bewußtheit miterlebtest, von dem ich spreche.

Inzwischen laß uns zu unserer Erklärung der Bewußtheit

zurückehren.« Er faßte noch einmal zusammen, daß

Bewußtheit mit einem anhaltenden Druck einsetze, den die

Emanationen insgesamt auf die in dem Kokon

eingeschlossenen ausübten. Dieser Druck bewirke den ersten

Akt der Bewußtheit; er bringe die Bewegung der

eingeschlossenen Emanationen zum Stillstand, die darum

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kämpften, den Kokon aufzubrechen – die darum kämpften, zu

sterben.

»Ein Seher weiß um die Wahrheit, daß alle Lebewesen

darum kämpfen, zu sterben«, fuhr er fort. »Was den Tod

aufhält, ist die Bewußtheit.«

Die neuen Seher, so erzählte Don Juan, seien tief beunruhigt

gewesen durch die Tatsache, daß die Bewußtheit den Tod

verhindere und ihn dennoch herbeiführe, weil sie die Nahrung

des Adlers sei. Und weil sie dies nicht erklären konnten – denn

es sei unmöglich, unsere Existenz rational zu verstehen -,

hätten die Seher erkannt, daß ihr Wissen aus

widersprüchlichen Lehrsätzen bestehe.

»Warum entwickelten sie solch ein System der

Widersprüche?« fragte ich.

»Sie entwickelten überhaupt nichts«, sagte er. »Durch ihr

Sehen fanden sie unbezweifelbare Wahrheiten. Diese

Wahrheiten wurden zu einem System scheinbarer

Widersprüche geordnet, das ist alles.

Zum Beispiel müssen die Seher methodisch denkende,

rationale Menschen sein, wahre Vorbilder der Nüchternheit,

und gleichzeitig müssen sie sich all dieser Eigenschaften

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enthalten, um völlig frei und offen für die Wunder und

Mysterien des Lebens zu sein.«

Sein Beispiel verblüffte mich, aber nicht allzu sehr. Ich

verstand, was er meinte. Er selbst hatte meine Rationalität

gefördert, nur um sie zu zerschmettern und ihre völlige

Preisgabe von mir zu verlangen. Ich sagte ihm, wie gut ich ihn

in diesem Punkt verstünde. »Nur ein Gefühl äußerster

Nüchternheit kann die Widersprüche überbrücken«, sagte er.

»Würdest du sagen, Don Juan, daß die Kunst solch eine

Brücke sein kann?«

»Nenne die Brücke zwischen den Widersprüchen wie immer

du willst – Kunst, Zuneigung, Nüchternheit, Liebe oder sogar

Freundlichkeit.«

Don Juan setzte seine Erklärung fort und sagte, die neuen

Seher hätten, als sie die erste Aufmerksamkeit überprüften,

erkannt, daß alle organischen Lebewesen, außer dem

Menschen, bestrebt seien, ihre entflammten, eingeschlossenen

Emanationen zu beruhigen, damit diese Emanationen sich

ihren Gegenstücken draußen angleichen könnten. Der Mensch

mache dies nicht; vielmehr erstelle seine erste

Aufmerksamkeit ein Inventar der Emanationen des Adlers im

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Inneren seines Kokon. »Was ist ein Inventar, Don Juan?« fragte

ich. »Der Mensch weiß um die Emanationen, die er in seinem

Kokon trägt«, antwortete er. »Kein anderes Geschöpf tut dies.

In dem Augenblick, da der Druck der allgemeinen

Emanationen die Emanationen im Innern fixiert, beginnt die

erste Aufmerksamkeit sich selbst zu beobachten. Sie bemerkt

alles an sich, oder versucht es wenigstens, wie sehr sie auch

irren mag. Diesen Vorgang bezeichnen die Seher als

Aufstellung eines Inventars. Ich will damit nicht behaupten,

daß der Mensch sich bewußt dafür entscheidet, ein Inventar

aufzustellen, oder daß er sich weigern könnte, dies zu tun. Der

Befehl des Adlers schreibt vor, das Inventar anzulegen. Was

allerdings dem freien Willen unterliegt, ist die Art, wie dieser

Befehl ausgeführt wird.« Es gefalle ihm nicht besonders,

meinte er, die Emanationen als Befehle zu bezeichnen, aber

das seien sie nun einmal: Befehle, denen sich niemand

widersetzen könne; selbst das Ausweichen vor dem Befehl sei

noch ein Befolgen.

»Was das Inventar der ersten Aufmerksamkeit betrifft«, fuhr

er fort, »so stellen die Seher es auf, weil sie nicht ungehorsam

sein können. Aber sobald sie es aufgestellt haben, werfen sie es

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von sich. Der Adler befiehlt uns nicht, unser Inventar

anzubeten; er befiehlt lediglich, es aufzustellen, mehr nicht.«

»Wie sehen die Seher, daß ein Mensch sein Inventar aufstellt?«

fragte ich.

»Die Emanationen im Innern des menschlichen Kokon

werden nicht mit der Absicht beruhigt, sie mit den

Emanationen außerhalb in Übereinstimmung zu bringen«,

erklärte er. »Dies weiß man, wenn man gesehen hat, was

andere Geschöpfe tun. Nach der Beruhigung vereinigen sich

manche sogar mit den allgemeinen Emanationen und folgen

deren Bewegung. Die Seher können zum Beispiel sehen, wie

sich das Licht der Emanationen eines Skarabäus zu großem

Umfang ausdehnt. Die Menschen aber beruhigen ihre

Emanationen und reflektieren dann über sie. Ihre

Emanationen stellen sich auf sich selber ein.« Die Menschen,

sagte er, führten den Befehl, ein Inventar anzulegen, bis zum

logischen Extrem aus und mißachteten alles andere. Sobald sie

sich ganz in ihr Inventar vertieft hätten, könnten zwei Dinge

geschehen: Sie könnten die Impulse der allgemeinen

Emanationen ignorieren, oder sie könnten diese auf ganz

besondere Weise nutzen.

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Am Ende führe das Ignorieren dieser Impulse, nachdem das

Inventar aufgestellt sei, zu einem einzigartigen Zustand, den

wir als Vernunft bezeichnen. Werde jedoch jeder Impuls auf

besondere Weise genutzt, so führe dies in einen Zustand, den

wir als Selbstversunkenheit bezeichnen.

Die Vernunft des Menschen erscheine dem Seher als

ungewöhnlich homogene, matte Glut, die selten, wenn

überhaupt, auf den anhaltenden Druck der allgemeinen

Emanationen reagiere – eine Glut, die die eiförmige Schale

härter, aber auch brüchiger mache.

Don Juan merkte dazu an, daß die Vernunft bei der

menschlichen Gattung großzügig sein sollte, was sie aber sehr

selten sei. Die meisten Menschen neigten eher zur Versenkung

in sich selbst. Die Bewußtheit aller Lebewesen, versicherte er

mir, sei mit einem gewissen Maß an Selbst-Reflexion

verbunden, damit sie in Wechselbeziehungen treten könnten.

Aber einzig die erste Aufmerksamkeit des Menschen weise ein

solches Maß an Selbstversunkenheit auf. Im Gegensatz zu

Vernunftmenschen, die die Impulse der allgemeinen

Emanationen ignorierten, nutzten selbstversunkene

Persönlichkeiten alle diese Impulse und verwandelten sie in

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eine Kraft, mit der sie die in ihrem Kokon eingeschlossenen

Emanationen erregten.

Nachdem die Seher all dies beobachtet hätten, so sagte er,

zogen sie daraus einen praktischen Schluß. Sie sahen, daß

Vernunftmenschen meist ein längeres Leben beschieden sei,

weil sie, indem sie die Impulse der Emanationen insgesamt

ignorierten, die natürliche Erregung im Innern ihres Kokon

beruhigten. Die selbstversunkenen Persönlichkeiten hingegen

verkürzten ihr Leben, indem sie den Impuls der allgemeinen

Emanationen nutzten, um die Erregung noch zu steigern.

»Was sehen die Seher, wenn sie selbstversunkene Menschen

erblicken?« fragte ich.

»Sie sehen sie als unregelmäßige Ausbrüche weißen Lichts,

gefolgt von Pausen der Dunkelheit«, sagte er. Don Juan

verstummte. Auch ich wußte keine Fragen mehr zu stellen,

oder vielleicht war ich zu müde, um noch etwas zu fragen. Da

ertönte ein lauter Knall, der mich hochschrecken ließ. Die

Haustür flog auf, und Genaro stürzte atemlos herein. Er sank

auf die Matte nieder. Er war tatsächlich schweißgebadet. »Ich

war gerade dabei, die erste Aufmerksamkeit zu erklären«,

sagte Don Juan zu ihm.

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»Die erste Aufmerksamkeit funktioniert nur im Reich des

Bekannten«, sagte Genaro. »Im Unbekannten ist sie keine zwei

rostige Peseten wert.«

»Das ist nicht ganz richtig«, entgegnete Don Juan. »Die erste

Aufmerksamkeit funktioniert sehr gut im Unbekannten. Sie

blockiert es; sie leugnet es so heftig, daß es schließlich kein

Unbekanntes mehr für die erste Aufmerksamkeit gibt. Das

Aufstellen eines Inventars macht uns unverletzlich. Das ist der

Grund, warum das Inventar überhaupt eingeführt wurde.«

»Wovon sprecht ihr da?« fragte ich Don Juan. Er antwortete

nicht. Er schaute Genaro an, als warte er auf eine Frage.

»Aber falls ich die Tür öffne«, sagte Genaro, »könnte die

erste Aufmerksamkeit es dann aufnehmen mit dem, was

hereinkäme?«

»Deine und meine nicht, aber die seine wohl«, sagte Don

Juan und deutete auf mich. »Versuchen wir es.« »Obwohl er

noch immer im Zustand gesteigerter Bewußtheit ist?« fragte

Genaro Don Juan.

»Das macht keinen Unterschied«, antwortete Don Juan.

Genaro stand auf und ging zur Haustür und riß sie auf. Im

gleichen Moment sprang er zurück. Herein fuhr ein kalter

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Windstoß. Don Juan stellte sich neben mich, Genaro ebenfalls.

Beide sahen mich verwundert an.

Ich wollte die Haustür schließen. Die Kälte war mir

unangenehm. Aber als ich einen Schritt zur Tür machte,

sprangen Don Juan und Genaro vor und schirmten mich ab.

»Bemerkst du etwas im Zimmer?« fragte mich Genaro. »Nein,

nichts«, sagte ich, der Wahrheit entsprechend. Außer dem

kalten Wind, der durch die offene Tür hereinstrich, war nichts

zu bemerken.

»Unheimliche Wesen sind hereingekommen, als ich die Tür

öffnete«, sagte er. »Merkst du denn nichts?« Da war irgend

etwas in seiner Stimme, das mir verriet, daß er diesmal nicht

Spaß machte.

Wir drei gingen, die beiden zu meinen Seiten, aus dem

Haus. Don Juan nahm die Petroleumlampe, und Genaro

verschloß die Haustür. Wir stiegen – durch die Beifahrertür –

ins Auto. Sie schoben mich voran. Und dann fuhren wir nach

Don Juans Haus in der benachbarten Stadt.